Pflichtteilsansprüche sind auch bei ungewissen Verbindlichkeiten zu bedienen (OLG Koblenz)

18.12.2020

Werden Pflichtteilsberechtigte im Rahmen testamentarischer Verfügungen nicht bedacht bzw. wird das Zugewandte durch den Pflichtteilsberechtigten ausgeschlagen, stehen dem Pflichtteilsberechtigten grundsätzlich Pflichtteilsansprüche zu. Diese Ansprüche wurden vorliegend durch die Erbin nicht bestritten, allerdings wurde von der Erbin geltend gemacht, dass gegenüber dem Nachlass vorrangig noch eine zweifelhafte Forderung von rund 57.000,00 € bestehe, sodass sie sich nicht in der Lage sehe, die Höhe der berechtigten Ansprüche der Pflichtteilsberechtigten zutreffend zu beziffern.   

Keine Schmälerung der Pflichtteilsansprüche durch Vermächtnisse

15.12.2020

Häufig unterliegen Erblasser dem Irrtum, dass soweit der Nachlass mit Vermächtnissen belastet wird, dies sich auch rechnerisch auf die Pflichtteilsansprüche auswirkt.

Nachträglicher Testamentsentwurf führt nicht zum Testamentswiderruf

02.09.2020

Die Erblasserin setzte in einem Testament im Jahr 2010 ihren Sohn als befreiten Vorerben und eine Stiftung für behinderte Menschen zur Nacherbin ein.

Kein Verlust des Ehegattenerbrechts trotz möglicher Scheinehe

17.06.2020

Der Erblasser hinterließ zwei Söhne und seine zweite Ehefrau, die er noch kurz vor seinem Tod heiratete.

Erbschaft- und Schenkungssteuer: Maßgebende Steuerklasse beim Erwerb vom biologischen Vater

24.04.2020

Mit Urteil vom 05.12.2019, Az. II R 5/17 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass wenn ein Kind von seinem biologischen Vater erbt...

Der Begriff „Abkömmling“ erfasst auch Enkel und Urenkel

24.04.2020

Geben Eheleute in ihrem gemeinsamen Testament an, dass Erben des Letztversterbenden "unsere gemeinschaftlichen Abkömmlinge zu gleichen Anteilen" sein sollen...

Pflichtteilsanspruch und Geschenke zu Lebzeiten

18.03.2020

Wer seine Kinder zugunsten anderer enterbt, muss stets damit rechnen, dass sich der Erbe mit Pflichtteilsansprüchen der Kinder konfrontiert sieht.